Presse 2010
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Karate trifft Capoeira - gemeinsames Training in Fischbach Karate trifft Capoeira - gemeinsames Training in Fischbach

Vergangene Woche trafen sich das Karate Dojo Fischbach e.V. und seine Unterabteilung Capoeira zum gemeinsamen Training.
Capoeira wurde während der Kolonialzeit in Brasilien von aus Afrika eingeschifften Sklaven praktiziert, denen es verboten war, eine Kampfkunst auszuüben. In Begleitung rhythmischer Musik wird der Grundschritt (die "Ginga") fortlaufend ausgeführt, und gleicht so mehr einem Tanz als einem Kampf. Aus der Ginga heraus werden Ausweichbewegungen gegen Angriffe sowie Angrifftstechniken, vorwiegend mit dem Fuß, ausgeführt. Arme und Hände werden vorwiegend für das Blocken von Angriffen verwendet. Akrobatische Einlagen, wie Rad oder Salto, schmücken den Bewegungsablauf aus, um den kämpferischen Charakter weiter zu verbergen.
Die Ursprünge des Karate liegen in Indien, China und Japan und können bis ca. 500 n. Chr. zurückgeführt werden. Bekannt als eigenständige japanische Kampfkunst ist Karate seit über 100 Jahren. Es basiert auf stabilen Stellungen und einer präzisen Ausführung der Bewegungsabläufe. Maximale Konzentration der Körperspannung bei Abwehr und Angriff ist Voraussetzung eine wirksame Technik. Ähnlich wie Capoeira entstand Karate aus einer Not heraus: Im 15. Jahrhundert war der zivilen Bevölkerung auf der Pazifikinsel Okinawa das Tragen jeglicher Waffen verboten. Um Räubern nicht wehrlos ausgeliefert zu sein, entwickelten Bauern und Mönche die Kampfkunst der "leeren Hand" (jap. Karate).
Das moderne Karatetraining ist straff organisiert und teilt sich in Unter- und Oberstufe. Disziplin und gegenseitiger Respekt spielen eine wichtige Rolle. Im Gegensatz dazu ist der Trainingsaufbau beim Capoeira deutlich lockerer. Mit oder ohne Partner werden die Bewegungen trainiert, mal in kleinen Gruppen, mal in Bahnen durch die Sporthalle.
Das gemeinsame Training in Fischbach bot Sportlern beider Richtungen die Gelegenheit, die jeweils andere Kampfkunst in ihren Grundzügen kennenzulernen. Beim Karate konzentrierte man sich auf zwei wichtige Grundtechniken und deren Anwendung am Partner. Dabei wurde deutlich, daß der Angriff mit dem Fuß für die Capoeira Kämpfer eine vertraute Bewegung darstellt. Umgekehrt taten sich die Karatekas bei den Capoeira-Drehschlägen leichter, als vielleicht zunächst erwartet. Das Capoeira Programm endete mit einer "Roda" (portugiesisch "Kreis, Runde"), der traditionellen Spielform, bei der zwei Trainierende, umringt von klatschenden und musizierenden "Capoeiristas", einen spielerischen Kampf austragen. Die Karatekas konnten hierbei ihre frisch erlernten Capoeira Kenntnisse umsetzen.
Neben den deutlichen Unterschieden zwischen den im TSV Fischbach unterrichteten Sportarten stehen Gemeinsamkeiten, wie die sehr geringe Verletzungsgefahr und die Schulung von Koordination und Ausdauer. Detaillierte Infos finden sich unter www.capoeira-bodensee.de und auf diesen Seiten.
RW

Karate meets Capoeira - zwei Kampfsportarten wie sie unterschiedlicher nicht sein können? Karate meets Capoeira - zwei Kampfsportarten wie sie unterschiedlicher nicht sein können?

Am Dienstag den 20. Juli diesen Jahres trafen sich das Karate Dojo Fischbach und seine Unterabteilung Capoeira zum gemeinsamen Training. Auf den ersten Blick unterscheiden sich Karate und Capoeira grundlegend. Karate, das seinen Ursprung im fernöstlichen Raum hat, baut auf stabile Stellungen, Körperspannung und präzise Ausführung der Bewegungsabläufe. Das Training ist straff organisiert und teilt sich normalerweise in Unter- bzw. Oberstufe.
Capoeira dagegen hat seinen Ursprung in Südamerika und wurde von schwarzen Sklaven entwickelt, für die es verboten war Kampfsport wie beispielsweise Boxen oder Ringen auszuüben. In Begleitung rhythmischer Musik wird der Grundschritt (die Ginga) fortlaufend ausgeführt und gleicht so mehr einem Tanz als einem Kampfsport, was auch Sinn und Zweck dieser Bewegung ist. Aus der Ginga heraus lassen sich nun Ausweichbewegungen gegen Angriffe und Angrifftechniken, vorwiegend mit dem Fuß, ausführen. Die Arme und Hände werden hier vorwiegend für die Abwehr und das Blocken von Angriffen verwendet.
Geschmückt wird dieses "Spielen" mit akrobatischen Einlagen, sodass es den Sklavenbesitzern nicht aufgefallen ist, dass sich hinter dem Tanz eine Kampfkunst verbirgt. Der Trainingsaufbau ist deutlich lockerer als im Karate. Mit oder ohne Partner werden die Bewegungen trainiert mal in kleinen Gruppen, mal in Bahnen durch die Sporthalle.
Auf den ersten Blick sind keinerlei Gemeinsamkeiten der beiden Kampfkünste zu erkennen. Doch schaut man mal genauer hin, so fällt einem doch das Ein- oder Andere auf. Beispielsweise entstand Karate aus der Not heraus, dass in Japan das Tragen von Waffen verboten wurde. Dass die Bauern und Mönche damit Räubern fast wehrlos ausgeliefert waren interessierte die damalige Regierung nicht. Aus dieser Situation heraus entwickelte sich die "Kunst der leeren Hand" was Karate übersetzt heißt. Irgendwann wurden dann auch Kampfkünste verboten und sie wurden im Geheimen von Generation zu Generation weitergegeben. Im Capoeira verhielt es sich da nicht viel anders.
Bei dem Treffen am 20. Juli wurde die ersten 45 Minuten von allen Karate trainiert. Dabei wurden die Techniken Gyaku-Tsuki (Fauststoß) und Mawashi-Geri (Halbkreis-Fußstoß) geübt. Bei der Fußtechnik war deutlich zu erkennen, dass diese für die Capoeira Kämpfer eine vertraute Bewegung darstellt. Umgekehrt taten sich die Karateka bei den Drehschlägen im anschließenden 45 minütigen Capoeira-Teil leichter als vielleicht zunächst erwartet. Auf jeden Fall kommt man bei beiden Sportarten gehörig ins Schwitzen und es macht viel Spaß, sie auszuüben.
Das gemeinsame Training dieser "unterschiedlichen" Kampfkünste hat auf jeden Fall allen Beteiligten viel Spaß gemacht und einen sehr interessanten Blick über den Tellerrand hinaus beschert.
Wer sich für Karate oder Capoeira interessiert, findet hier auf diesen Webseiten alle notwendigen Informationen und links. Viel Spaß beim Stöbern.
RH

Gürtelprüfungen und neue Schwarzgurtträgerin Gürtelprüfungen und neue Schwarzgurtträgerin

Mit Claudia Blezinger hat das Karate-Dojo Fischbach e.V. eine neue Schwarzgurtträgerin in seinen Reihen. Am Samstag, den 15. Mai, legte sie bei Ex-Bundestrainer Günther Mohr, 7. Dan, in Bad Waldsee die Prüfung zum 1. Dan (1. Meistergrad, schwarzer Gürtel) ab. Die sehr anspruchsvolle Prüfung besteht aus drei Teilen: Beim Kihon, der "Grundschule", zeigt der Prüfling eine Reihe von Karatetechnik-Kombinationen. Genauigkeit der Ausführung, Schnelligkeit, Kraft und Ausdauer werden bewertet. Die danach geprüften Katas sind stilisierte Kämpfe gegen mehrere imaginäre Gegner, deren Anwendung am realen Gegner im Kata Bunkai demonstriert wird. Abschließend muß sich der Prüfling im Kumite, dem freien Kampf gegen mehrere Gegner, bewähren. Nach elf Jahren intensivem Training hat Claudia Blezinger das erste große Ziel eines jeden Karatekas erreicht. Ihren Weg im Karate-Do will sie weitergehen, unter anderem auch als engagierte Trainerin im Karate-Dojo Fischbach.
Eine Etappe weiter auf dem langen Weg zum schwarzen Gürtel kamen am gleichen Samstag auch sieben Prüflinge in Fischbach. Die Karatekas hatten sich über einen Zeitraum von bis zu einem halben Jahr auf diesen Termin vorbereitet. Prüfer Roland Hangg (2. Dan) war mit den gezeigten Leistungen sehr zufrieden und gratulierte Chiara Traub zum 7. Kyu (7. Schülergrad, orangener Gürtel), Hansjörg Glaser und Noah Hener zum 8. Kyu (gelber Gürtel), sowie Franziska Wachter, Albert Wehr, Malte Wehr und Kaan Kilic zum 9. Kyu (weißer Gürtel).
RW

Weißgurt (9. Kyu):
Albert Wehr
Franziska Wachter
Kaan Kilic
Malte Wehr

Gelbgurt (8. Kyu):
Hansjörg Glaser
Noah Hener

Orangegurt (7. Kyu):
Chiara Traub

Schwarzgurt (1. Dan):
Claudia Blezinger
Patrick Öckl erfolgreich bei der Deutschen Meisterschaft Patrick Öckl erfolgreich bei der Deutschen Meisterschaft

Bei der Deutschen Meisterschaft im Karate 2010 in Völklingen, Saarland, erreichte Patrick Öckl, langjähriges Mitglied und aktiver Trainer des Karate-Dojo Fischbach e.V., den 5. Platz in der Disziplin Kumite (Freikampf) Einzel Herren +84 kg. Auf zwei Siege in den ersten beiden Runden folgte ein spannender Kampf gegen den Spitzenathleten Enrico Höhne, Mitglied der Nationalmannschaft und Drittplatzierter bei der vergangenen Europameisterschaft. Höhne, der auch von seinem Bekanntheitsbonus profitierte, konnte den Kampf knapp (3:2) für sich entscheiden, was für Öckl den Weg in die Trostrunde bedeutete. Nach einem ersten, klaren Sieg 5:2 gegen einen Karateka aus Hessen, musste der Fischbacher den darauffolgenden Kampf um den dritten Platz gegen das Nationalkadermitglied Felix Duttenhofer aus Ludwigsburg in der Verlängerung mit 3:4 verloren geben. Am Ende stand ein verdienter 5. Platz. Mit ein bisschen mehr Glück hätte es mit dieser Leistung auch für eine Bronze-Medaille gereicht. Neben dem 5. Platz im Einzel erreichte Patrick Öckl in der Mannschaft des KJC Ravensburg e.V auch den 7. Platz in der Disziplin Kumite Team Herren.
RW

Patrick Öckl:

5. Platz Kumite Einzel (+84kg)
7. Platz Kumite Mannschaft
Fischbacher qualifiziert für Deutsche Meisterschaft im Karate Fischbacher qualifiziert für Deutsche Meisterschaft im Karate

Bei den Landesmeisterschaften der Leistungsklasse 2010 erreichte Patrick Öckl, langjähriges Mitglied und aktiver Trainer des Karate-Dojo Fischbach e.V., den 3. Platz in den Disziplinen Kumite (Freikampf) Herren +84 kg und Kumite Team Herren (in der Mannschaft des KJC Ravensburg e.V.). In beiden Disziplinen kämpfte sich Öckl mit explosiven Fauststößen und präzisen Beintechniken jeweils bis ins Halbfinale vor. Auf die knappen Niederlagen in den Halbfinalen folgten deutliche Siege in den Trostrunden, und zwei verdiente Bronzemedaillen. Mit diesem Ergebnis hat sich der Fischbacher Athlet für die Deutsche Meisterschaft der Leistungsklasse Ende März in Völklingen, Saarland, qualifiziert. Dem Erfolg ging eine intensive Vorbereitung inklusive Kraft- und Ausdauertraining im Heimatverein Karate-Dojo Fischbach sowie bei Landestrainer Günther Mohr im Landesleistungszentrum Karate in Ravensburg voraus. Infos zum Karate-Dojo Fischbach e.V. finden sich hier auf diesen Webseiten.
RW


Patrick Öckl (r.) mit Mawashi Geri Jodan (Halbkreisfußstoß, obere Stufe)

  Patrick Öckl:

3. Platz Kumite Einzel Schwergewicht (+84kg)
3. Platz Kumite Mannschaft
Gürtelprüfung und Start in neuen Anfängerkurs Gürtelprüfung und Start in neuen Anfängerkurs

Am Donnerstag (25.02.10) legten im Karate-Dojo Fischbach e.V. sieben Karatekas die Prüfung zur jeweils nächsten Graduierung ab. Alle Prüflinge zeigten hohen Kampfgeist und meisterten die Anforderungen an Koordination, Kraft und Kondition. Prüfer Patrick Öckl (3. Dan) gratulierte nach Abschluß der schweißtreibenden Prüfung Peter Blezinger zum 6. Kyu (grüner Gürtel), Thomas Wandel zum 7. Kyu (orangener Gürtel), sowie Ulrich Weiß, Johannes Oswalt, Alexander Pfau, Mohamed Hassanienie Aissa und Noah Hener zum 9. Kyu (weisser Gürtel). Für die fünf neuen "Weißgurt-Träger" markierte die Prüfung das erfolgreiche Ende eines mehrmonatigen Anfängerkurses.
Am Donnerstag, den 25. März 2010, startet das Karate-Dojo Fischbach e.V. einen neuen Anfängerkurs, der NeueinsteigerInnen die Grundlagen der effektiven Kampfkunst und gesunden Sportart Karate vermittelt. Detaillierte Infos finden sich hier.
RW


Die stolzen Prüflinge mit Urkunde

 
Karate Dojo Fischbach auf dem Kilimandscharo Karate Dojo Fischbach auf dem Kilimandscharo

Zwei kühne Karateka vom Karate Dojo Fischbach flogen über den Jahreswechsel nach Afrika/Tanzania um sich einer ganz besonderen Herausforderung zu stellen. Claudia und Peter Blezinger wollten es wissen. Es ging um nichts Geringeres, als um die Besteigung des höchsten Berges Afrikas, dem Kilimandscharo. Während sich andere Afrika - Touristen im Jeep herumkutschieren lassen, um die eindrucksvolle Tierwelt Afrikas bei 30°C im Schatten zu bewundern, kämpften sich Claudia und Peter bei Minusgraden und Schneegraupel auf über 5000m bis zum höchsten Gipfel auf 5885m.
Dabei ließ es sich Peter nicht nehmen, obwohl es sehr schwer abzuschätzen war, wie beschwerlich der Aufstieg sein würde, seinen Karateanzug mit hinauf zu tragen, um ein Gipfelfoto im Gi zu machen. Ein Konditionstraining der besonderen Art!
Das Karate Dojo Fischbach gratuliert herzlich und voller Ehrfurcht zum geleisteten erfolgreichen Aufstieg und wir freuen uns auf spannende Geschichten aus dem Land der "Big Five".
Eine ausführlichere Reportage über diesen ungewöhnlichen Urlaub folgt in Kürze hier
RH


Peter am Gilman's Point auf 5685m ü.M.


Claudia und Peter auf dem Gipfel des Kilimandscharo auf 5885m ü.M.

 
Weltklasse-Karate in Fischbach Weltklasse-Karate in Fischbach

Zum Start in die neue Saison richtete das Karate-Dojo Fischbach e.V. am vergangenen Wochenende seinen traditionellen Neujahrslehrgang aus. Der Verein konnte einen Spitzentrainer engagieren: Lazar Boskovic, 4. Dan (schwarzer Gürtel, 4. Meistergrad), Weltmeister 2000, Vizeweltmeister 2002 sowie mehrfacher deutscher Meister in der Disziplin Kumite (Freikampf). In vier intensiven Trainingseinheiten wurden Technikkombinationen und taktische Fähigkeiten im Freikampf vermittelt. Der Schwerpunkt bildete die „direkte Kontertechnik“, durch die ein Angriff im Ansatz gestoppt wird. Höchste Konzentration, schnelles Reaktionsvermögen und Selbstkontrolle waren gefordert. Lazar Boskovic begeisterte die Lehrgangsteilnehmer mit explosiver Karatetechnik, einem auf die verschiedenen Leistungsniveaus (Unter-, Mittel- und Oberstufe) didaktisch sehr gut abgestimmten Training, und nicht zuletzt durch sein sympathisches und bescheidenes Auftreten. Im Anschluss an den Lehrgang absolvierten fünf Karatekas erfolgreich die Prüfung zum jeweils nächsthöheren Gürtelgrad (Prüfer Roland Hangg, Karate-Dojo Fischbach e.V.). Als gelungener Auftakt in das Karate-Jahr 2010 wird dieser Lehrgang wichtige Impulse für die Gestaltung des Trainings im Dojo Fischbach setzen.

RW


Lazar Boskovic (rechts) mit Mawashi Geri Jodan (Halbkreisfußstoß zum Kopf).